| Die Prinzipal-Agenten-Theorie in der Betriebswirtschaftslehre von
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Kapitel sind von sehr unterschiedlicher Qualität
• • • • • (bewertet mit 4 von 5 Punkten)
Rezension bezieht sich auf: Die Prinzipal-Agenten-Theorie in der Betriebswirtschaftslehre (Taschenbuch) Dies ist nicht nur das umfangreichste, sondern auch eindeutig das beste der 3 verwandten Bücher „Transaktionskostenansatz in der BWL" , „Spieltheorie in der BWL" und „Prinzipal-Agenten-Theorie in der BWL". Allerdings sind die einzelnen Kapitel von stark unterschiedlicher Qualität. Dies liegt daran, dass es sich hier eigentlich um einen Sammelband von Aufsätzen verschiedener Autoren handelt.
Im ersten Teil wird die Prinzipal-Agenten Theorie eingeführt. Kapitel 1 ordnet die folgenden Kapitel in einen Zusammenhang ein; Kapitel 2 geht auf die theoretischen Grundlagen ein. Das Ganze ist besser geglückt als die entsprechenden Teile in den beiden anderen genannten Büchern.
Im Hauptteil des Buches werden Anwendungen der Theorie besprochen. Von hier an werden die Unterschiede zwischen den Kapiteln sehr deutlich. Einige Beiträge orientieren sich leider immer noch an der altmodischen, typisch deutschen BWL, welche sich nicht dem internationalen Wettbewerb stellt und im wesentlichen in einigen wenigen deutschen Zeitschriften präsent ist. Rein verbale Abhandlungen sind hier typisch. Oftmals werden jedoch auch Formeln präsentiert, wobei aber der Eindruck überwiegt, dass die Autoren diese selbst nicht so ganz verstanden, sondern einfach von der Originalliteratur übernommen haben! Andere Beiträge orientieren sich jedoch zum Glück an dem, was sich in den international führenden und anspruchsvolleren englischsprachigen Journals abspielt. Wenig überzeugend ist z.B., was man über „Corporate Governance" lernt - hier schaut man sich besser einen entsprechenden Überblicksartikel in einem guten Journal an. Die Beiträge über Wirtschaftsprüfung, Rechnungslegung und Controlling sind wenig ambitioniert. Bei Produktion und Logistik schienen die Autoren etwas überfordert zu sein. Am besten gelungen ist der Beitrag über vertikale Unternehmenskooperationen. Hier wird der aktuelle Stand der Theorie in einem einheitlichen Modellrahmen, der begrifflich anspruchsvoll aber formal klar nachvollziehbar ist, in vorbildlicher Weise dargestellt. Schade, dass nicht das ganze Buch in diesem überzeugenden Stil geschrieben wurde. Lesenswert ist auch der Beitrag über innerbetriebliche Aufgabenverteilung, wenn auch mit Abstrichen u.a. bezüglich der ausgewählten Modelle.
Im dritten Teil des Buches werden die Grenzen der Theorie diskutiert. Die Darstellung der experimentellen Wirtschaftsforschung ist dabei am wenigsten überzeugend, während der Beitrag zur Rolle intrinsischer Motivation von Bruno Frey sehr interessant ist.
Eine Rezension von Ein Kunde
vom 6. Dezember 2002 |
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| | | Kundenrezensionen: | | | 1. | Kapitel sind von sehr unterschiedlicher Qualität (die aktuell angezeigte Rezension) |
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